Fastenzeit

von Aschermittwoch bis Ostern
mit Gebet, Fasten und Einsatz für andere

Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit im Kirchenjahr. Während dieser bereiten wir uns auf Ostern vor: im Gebet, im Verzicht, im Einsatz für andere - im Fasten!

Fasten, der bewusste Verzicht, schafft Raum für den Blick nach innen, nach außen, nach hinten, nach vorne… und den Blick nach oben.

 

Herzliche Einladung zum "Auto-Fasten"

Sie sind eingeladen, in den 7 Wochen der Fastenzeit (und natürlich gerne darüber hinaus), ihr Auto möglichst oft durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen.
Es geht um kein generelles Verbot des Autofahrens, es geht vielmehr darum die eigene Mobilität kritisch zu hinterfragen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Vom zeitweisen Verzicht (etwa in der Freizeit) über die völlige Vermeidung von Autofahrten bis zur besseren Organisation der notwendigen Fahrten, z.B. durch Fahrgemeinschaften, Fahrrad, öffentlichen Verkehr oder einen bewusst energiesparenden Fahrstil, oder kurze Strecken einfach zu Fuß gehen, reicht die Palette.

Wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Das kann und soll zu neuen Einsichten und neuen Möglichkeiten und Erfahrungen führen."

In diesem Rahmen laden wir am Sonntag, dem 29. März herzlich ein zum „KirchGEH-Sonntag“ ein!
Sich bewusst mit der Familie, vielleicht sogar mit Nachbarn oder Freunden gemeinsam auf den Weg zur Kirche machen.

Am diesem Sonntag gibt’s neben dem Pfarrgottesdienst in der Pfarrkirche um 9.00Uhr auch die Kinderliturgie im Pfarrsaal und für alle im Anschluss ebenfalls im Pfarrsaal das traditionelle Fastensuppenessen zu dem der Missionskreis der Pfarre sehr herzlich einlädt!

Nähere Infos dazu gibts auf der Homepage www.autofasten.at

 

Zur Geschichte der Fastenzeit

Ursprünglich begann die Fastenzeit am sechsten Sonntag vor Ostern. Doch die alte Kirche konnte sich den Sonntag nur als Festtag vorstellen, an dem man schließlich auch nicht fastete. So wurde im 5. Jahrhundert die Zahl der wirklichen Fasttage auf 40 erhöht: Man zählte auch Karfreitag und -samstag hinzu und zog den Beginn auf den (Ascher-)Mittwoch vor dem 6. Sonntag vor Ostern.

Den Namen "Aschermittwoch" hat dieser Tag von der Praxis der öffentlichen Buße, wie sie die Kirche damals kannte: Danach mussten "Kapitalsünden", wie etwa Glaubensabfall, Mord oder Ehebruch, öffentlich gesühnt werden. Die Büßer legten ein Bußgewand an und wurden mit Asche, dem Zeichen der Vergänglichkeit, bestreut. Daraufhin trieb man die "Sünder" - in Analogie zur Vertreibung aus dem Paradies - aus der Kirche und nahm sie erst am Gründonnerstag wieder auf.

Im 10. Jahrhundert entfiel die öffentliche Kirchenbuße. Was blieb, war der Ritus der Aschenbestreuung. Seit dem 12. Jahrhundert wird dazu die Asche der im Vorjahr am Palmsonntag benutzten Palmzweige verwandt.

Die Asche wird noch heute in Gottesdiensten gesegnet, anschließend den Gläubigen damit ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet mit den Worten: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst." Dies wird noch heute als ein Zeichen für Vergänglichkeit, Trauer und Buße gesehen.

Als "strenge" Fasttage sind in der katholischen Kirche lediglich der Aschermittwoch und der Karfreitag als Todestag Jesu verblieben: Der Gläubige soll sich dann nur einmal am Tag satt essen und von Fleischspeisen absehen.